Freitag, 23. Mai 2014

Rezension: Roman

LiebesWellen (von Elsa Rieger)


Der Amerikaner Dennis trifft eines Tages auf die Italienerin Undine, die ihn sofort durch ihr eigene, direkte Art in seinen Bann zieht. Sie kommen sich immer näher und langsam entspinnt sich ein Liebesbeziehung. Jedoch legt sich ein Schatten über die Beziehung, als Dennis bemerkt, dass Undine Probleme zu haben scheint. Denn sie ritzt sich die Brüste auf und redet davon, dass sie eine Nixe ist. Jedoch immer wenn, Dennis etwas in dieser Richtung ansprechen möchte, stößt er bei Undine auf pures Unverständnis. Schließlich beginnt sie eine Therapie bei Dennis bestem Kumpel. Dabei erfährt sie schreckliches und es stellt sich die Frage, ob ihre Liebe zu Dennis dies verkraften kann ...

"Und deswegen erzähle ich dir mein Geheimnis." Sie beugt sich über den Tisch.
"Ich bin eine Nixe."
Ich trinke einen Schluck Wein. "Was?"
aus LiebesWellen (von Elsa Rieger) Seite 33

 
Schön gestaltetes Cover

Das Cover ist nicht schlecht gewählt, es ist zwar nicht besonders auffällig, jedoch schön arrangiert, sodass die Farben prima harmonieren. Auch dieses "schutzlose" Herz, das einfach so auf der Straße in einer Pfütze liegt, passt gut, da man dies so interpretieren könnte, dass dieses Herz für die Beziehung oder die Liebe der beiden steht, welche den Erlebnissen der Vergangenheit schutzlos ausgeliefert ist.

Kurzer, aber prägnanter Satzbau

Die Autorin schafft es mich durch kurze, aber prägnante Sätze in ihren Bann zu ziehen. Sie verzichtet auf Schachtelsätze und schafft es in kurzen und klaren Sätzen das Geschehen zu vermitteln. Der Schreibstil ist nicht besonders schmuckvoll, jedoch wäre ein "überladener" Schreibstil bei diesem Buch auch an der falschen Stelle. Denn dieses Buch will keine Szenerien in aller größter Ausführlichkeit beschreiben - Nein, es will die traurige Geschichte von Undine erzählen und dabei bedarf es keineswegs Schwärmereien.

Beziehung zu Undine: Schwankend

Ich muss ehrlich zugeben, dass mir Undine ganz am Anfang dieses Buches überhaupt nicht sympathisch war. Ich kam einfach mit ihrer direkten Art nicht so wirklich klar und dachte mir: "Will sie Dennis jetzt nur  mal schnell verführen?" Anfangs war ich mir nämlich wirklich nicht sicher, ob ihre Gefühle für Dennis wahr sind oder sie dies alles vielleicht nur spielt. Im Laufe des Buches wurde die Beziehung zu Undine jedoch besser, wobei sie sich am Ende dann wieder verschlechterte, da Undine sich meiner Meinung nach schon auf dem Weg der Besserung befand und dann dieses plötzliche Ende des Buches. Einfach krass ...

Dennis: alles in allem sympathisch

Dennis fand ich von Anfang an recht sympathisch, ich konnte mich in den meisten Fällen recht gut in ihn hineinversetzen und konnte seine Probleme auch verstehen, da der Umgang mit Undine sicher nicht immer leicht ist. Jedoch fand ich seine Wutausbrüche schon etwas überzogen, da ich diese dem Dennis, den man am Anfang des Buch kennengelernt hat, gar nicht zutrauen würde. Natürlich gibt es auch noch mehrere Nebencharaktere, die in diesem Buch eine kleinere oder etwas größere Rolle spielen, jedoch nicht besonders viel Tiefe besitzen. Die benötigen sie jedoch auch nicht, da sonst bloß das Augenmerk von Undine und Dennis auf jemand anderen proieziert werden würde.

VORSICHT SPOILER:
Das Buch befasst sich ja mit dem sexuellen Missbrauch eines kleinen Kindes. Und es ist einfach schrecklich zu sehen, wie dieses Kind sich Szenarien ausdenkt, um diese Missbrauchsakte vergessen und überdecken zu können. Man bekommt also mit, was ein solcher Missbrauch für Folgen haben kann, die für das Opfer auch im späteren Leben noch stark gespürt werden können. 

Fesselnde Story mit erschreckendem Ausgang

Die Story konnte mich an sich fesseln, denn ich wollte einfach wissen was es denn nun mit Undines Vergangenheit auf sich hat. Und da man das Geheimnis immer nur Stück für Stück sehr langsam erfährt, wurde man fast dazu gezwungen, dieses Buch immer weiter zu lesen. Ich hatte recht schnell gewisse Vermutungen, die sich schließlich auch teils bestätigten andere Dinge hätte ich jedoch nie vermutet und so hielt dieses Buch auch Überraschungen für mich bereit, wie zum Beispiel das plötzliche Ende. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass es für mich erst einmal ein Schock war, wie dieses Buch zu Ende gegangen ist, denn irgendwie hätte ich mir schon ein Happy End erwartet, obwohl dieses Ende dennoch recht gut passt. Dennoch war ich als bekennender Happy-End-Fan eben nicht so besonders begeistert von dem Ausgang der Geschichte.


Ein Buch, das sich durche einen kurzen, prägnanten Satzbau auszeichnet, der auch ohne Spielereien auskommt. Außerdem konnte mich dieses Buch fesseln und auch die Charaktere waren genau richtige ausgestaltet. Allerdings hatte ich mit Undine am Anfang und am Ende manchmal so meine Probleme und auch Dennis Handeln war nicht 100%-ig nachvollziehbar. Das Ende war erschreckend, aber ich muss zugeben: Auch passend. Deshalb bekommt dieses Buch von mir 4 Blue Wings.


Kommentare :

  1. Herzlichen Dank für die erfreuliche Bewertung und die schöne Rezension!

    Liebe Grüße
    Elsa Rieger

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  2. @Elsa Rieger:
    Gern geschehen und danke für das Lob :D

    LG
    Haveny

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