Donnerstag, 14. August 2014

Rezension: Thriller

 Das Tal (von Valentin Zahrnt)






Nachdem sie ihr Abitur in der Tasche haben, beschließen drei Jungs zusammen mit drei gutaussehenden Mädchen eine Reise in die Wildnis Alaskas zu unternehmen. Abgesehen von einem Funkgerät völlig abgeschnitten von der Außenwelt wollen die sechs dort vier wunderschöne Wochen abseits aller Regeln verbringen. Sie genießen das Leben, gehen baden, liegen in der Sonne, feiern und überschreiten moralische Grenzen. Doch eine Seite aus einem Tagebuch bringt Hass und Gewalt in die kleine Gemeinschaft. Die Ereignisse überschlagen sich und langsam befürchten die Jugendlichen, dass die Gruselgeschichten über diesen Ort vielleicht doch nicht so falsch waren und sie nicht allein in diesem Tal sind ...

Es bedurfte also eines Wunders, damit auf dieser Reise das Wundersame geschehen konnte. Und dennoch hoffte er. Irgendetwas würde sich ereignen! 
aus Das Tal (von Valentin Zahrnt) Seite 11



Absolut gelungenes Cover

Bereits das Cover dieses Buches konnte mein Interesse wecken, da es auf eine gewisse Weise schon nach etwas Spannendem aussieht. Der vom Schnee weiß leuchtende Gipfel des Berges und davor der dunkle Talkessel mit See. Das ist einmal schon genau die Gegend, die der Autor in seinem Werk beschreibt und außerdem wirkt bereits das Cover schon irgendwie bedrückend und lässt somit einen Vorgeschmack des Inhalts erahnen.

Tolle Charaktere mit Tiefe

Ich konnte mich bereits innerhalb der ersten paar Seiten unglaublich gut mit dem Protagonisten Jan identifizieren. Er war mir von Anfang an sympathisch und man konnte deutlich Unterschiede zwischen ihm und den anderen Jugendlichen bemerken, die fast alle von Anfang an recht oberflächlich wirkten. Anna, die im Laufe des Buches eine besondere Beziehung zu Jan aufbaut, war mir hingegen nicht immer sympathisch, aber sie wirkte auch nicht oberflächlich, sondern sie war von Anfang an ein Charakter mit Tiefe. Man lernt sie nur langsam besser kennen, da es recht lange dauert, bis sie sich zumindest Jan gegenüber etwas öffnet, was ihr aber auch einen etwas geheimnisvollen Charakter verleiht. Sie wurde mir jedoch im Laufe des Buches immer sympathischer, obwohl mir Jan selbst am Ende des Buches noch der liebste Charakter war.

Unglaublich spannend

Bereits zu Beginn hat die Story eine gewisse Spannung, die sich kontinuierlich bis zum "großen Finale" am Ende steigert. Besonders das letzte Kapitel dieses Buches ging wirklich unter die Haut und man konnte und wollte den E-Reader nicht mehr aus der Hand legen. Gerade auf den letzten Seiten dieses Buches passiert noch einmal sehr viel und man kann bei diesem Buch nicht im Geringsten von einem Buch mit schön langsam ausklingendem Ende sprechen. Dieses Ende ist einfach nur packend, rasant und lebensgefährlich!

Faszinierende Storyline

Auch die Story an sich konnte mich faszinieren und es war erschreckend zu sehen, was aus diesen Jugendlichen abseits jeder Zivilisation wurde. Sie veränderten sich allesamt und wirklich sehr bald zog die Gewalt in diese kleine Gruppe ein. Der Autor beschreibt absolut nachvollziehbar und logisch, wie leicht Übermut in Hass, Gewalt und Streit umschlagen kann. Man erfährt beim Lesen, was für große Probleme die kleinsten Spannungen verursachen können, wenn man vier Wochen lang auf engstem Raum in einem Tal eingesperrt ist. 

Toller Schreibstil, schöne Beschreibungen der Örtlichkeiten 

Der Schreibstil des Autors lässt sich schön leicht und flüssig lesen und er konnte die Gefühle der Charaktere auch wirklich gut und nachvollziehbar vermitteln. Auch die Beschreibungen der Örtlichkeiten sind dem Autor gut geglückt, was vor allem zum Ende der Story hin einiges an Können benötigte. Denn das actiongeladene Ende spielt sich in einer recht schwer beschreibbaren Gegend, die man als Leser in den meisten Fällen wahrscheinlich auch noch nie real gesehen hat und wenn überhaupt von Bildern und Filmen kennt. Doch auch dieser Balanceakt gelingt dem Autor und so kann man sich gut in der Location zurechtfinden.

Genreübergreifende Story

Es ist wirklich schwer dieses Buch kann einem Genre zuzuordnen. Ich würde sagen, es ist eine Mischung aus Thriller, Jugendbuch und einer kleinen Liebesgeschichte. Wobei die Liebesgeschichte wirklich absolut passend ist und genau den richtigen Platz in diesem Buch einnimmt. Dem Autor ist bei diesem Buch eine wirklich tolle genreübergreifende Mischung gelungen, die man sich nicht entgehen lassen sollte!



Dieses Buch hat mir wirklich gut gefallen und ich tauchte vollständig in das Tal ein. Er gestaltete tolle Charaktere und hauchte ihnen mit Hilfe seines schönen Schreibstils Leben ein. Besonders gelungen an diesem Buch fand ich den Spannungsaufbau und das Finale, das noch einmal alles bisher da gewesene an Spannung übertraf. Deshalb bekommt dieses Buch 5 Blue Wings von mir.


Kommentare :

  1. Tolle Rezension! Deine Beschreibung deckt sich weitgehend mit meinem Leseeindruck - nur dass ich die Stärke des Buches vor allem in den Charakteren gesehen habe und weniger im Finale. Aber darin, dass "Das Tal" ein toller Thriller ist, sind wir uns wohl dennoch einig :)
    Meine Rezension zu dem Buch findet sich übrigens unter http://buechertips.blogspot.co.at/2014/07/das-tal-von-valentin-zahrnt.html

    lg und noch einen schönen Abend!

    AntwortenLöschen
  2. @Katharina W.:
    Dankeschön :)
    Ja, daran sind wir uns definitiv einig, das ist doch schon mal was :D
    Da schaue ich doch gleich mal vorbei ;)

    LG
    Haveny

    AntwortenLöschen
  3. Huhu! :)
    Schöne Rezi! Das Buch landet gleich mal auf meiner Wunschliste!
    LG Nina

    AntwortenLöschen
  4. @~*Nina*~:
    Hey :)
    Dankeschön ;) Dann hoffe ich, dass das Buch auf deiner Wunschliste nicht zu lange warten muss, das Lesen lohnt sich nämlich definitiv :)

    LG
    Haveny

    AntwortenLöschen

Hinterlasst mir gerne gerne einen Kommentar :D
Ich freue mich über jeden noch so kleinen Satz :)
Allerdings behalte ich mir vor Beleidigungen und Spam ohne Vorwarnung zu löschen.