Sonntag, 20. Juli 2014

Rezension: Jugendbuch

Was wir auch tun (von Marie Lucas)






Robin, die aus einem wohlbehüteten Elternhaus stammt, fühlt sich zu Alex hingezogen. Zu dem brutalen, geheimnisvollen, verschlossenen Außenseiter. Eine Beziehung zwischen den beiden scheint bereits im Vorfeld zum Scheitern verurteilt zu sein, doch trotzdem verlieben sie sich ineinander. Doch je näher sie sich kommen, desto mehr merkt Robin, dass sie auch mehr über Alex wissen möchte, der sich noch genauso verschlossen wie ganz am Anfang gibt. Sie will mehr über ihn herausfinden. Er will das nicht. Und Jasper, Robin Exfreund, scheint mehr über Alex zu wissen, als gut für ihn ist. Er verspricht Alex Geheimnis nicht zu verraten, wenn dieser ihm eine Nacht mit Robin gestattet. Robin würde alles für Alex tun und so kommt es zu einem Deal. Doch diese eine Nacht bringt Probleme mit sich, die Robin und Alex immer weiter auseinander reißen. Und egal was sie auch tun, es sieht nicht gut für die beiden aus ...


Es lag an seinen Augen, es liegt immer in seinen Augen. Aber die kann man niemandem beschreiben, die muss man sehen.
aus Was wir auch tun (von Marie Lucas) Seite 283 



Super Cover und toller Schreibstil
 
Das Cover finde ich wirklich total gelungen. Es ist wunderschön und stellt perfekt die Situtation zwischen Alex und Robin dar. Sie leben in absolut verschieden Welten, wie auf dem Cover gut verdeutlicht wird. Auch die Rosenblätter, die auf dem Cover eine Verbindung zwischen den beiden darstellen, sind gut gewählt und passen gut zum Gesamtbild dieses Buches. Besonders überzeugen konnte mich außerdem der jugendliche und frische Schreibstil der Autorin. Dieser lässt sich wunderbar flüssig lesen und so hat mir das Lesen wirklich Spaß gemacht.

Schön ausgestaltet Charakter

 Die Charaktere sind wirklich gut ausgestaltet. Man merkt, dass sie die Autorin viel Mühe bei der Charaktergestaltung gegeben hat und jeden von ihnen zu einer einzigartigen Person werden lässt. Der brutale Alex, der auch eine ganz andere Seite hat, wie er bei Robin immer wieder unter Beweis stellt. Er ist einfach ein toller, vielfältiger Charakter, der mich immer wieder überraschen konnte. Robin, bei der ich eigentlich erwartet hatte, dass ich mich wohl nicht mit ihr anfreunden werden würde, hatte ich viel schneller als erwartet in mein Herz geschlossen, da ich ihre Gefühle super gut nachvollziehen konnte. Außerdem war sie nicht die Zicke für die man sie auf den ersten Blick halten könnte, man muss ihr einfach eine Chance geben und wird begeistert sein. Und dann ist da noch Jasper gegen den man mit jeder weiteren Zeile, die man liest, eine größere Abneigung entwickelt.

Sympathien und Antipathien werden geschaffen

Die Autorin schaffte es in diesem Buch unglaublich gut, mit wenigen Worten beim Leser, sowohl Sympathien, als auch Antipathien zu wecken. So war Jasper sofort der böse Exfreund, den man einfach nur widerlich fand. Und Alex war, trotz seiner Aggressionen ein super Typ, den man trotz oder gerade wegen seiner Verschlossenheit nur gern haben konnte.

 Langsames Kennenlernen von Alex

Genau diese Verschlossenheit machte sich die Autorin zu Nutze, sodass sie diese in den Geschichtsverlauf so einbaut, dass man nur sehr langsam die "ganze" Geschichte erfährt und Alex dadurch nur langsam besser kennenlernt. Die Geschichte ist an sich fast wie ein großes Puzzle, das sich nur mühsam vor den Augen des Leser zusammen setzen lässt. Das Geheimnis um Alex Geschichte zieht sich wie ein roter Faden durch diese Geschichte, der gut mit der Lovestory und allem weiteren verknüpft wurde. 

 Anfangs keine wirkliche Begeisterung für die Story

Jedoch schaffte es die Geschichte trotzdem nicht mich von Anfang an in ihren Bann zu ziehen. Die Story plätscherte anfangs etwas vor sich hin und ich fand sie zwar ganz nett, wurde aber nicht von ihr mitgerissen. Dies änderte sich jedoch im zweiten Drittel , denn dann kam Fahrt in die Story und so rutschte ich immer tiefer in die "Abgründe" dieses Buches und fand doch noch Gefallen an ihm.



Auch wenn die Geschichte mich nicht von Anfang an in ihren Bann ziehen konnte, schaffte sie es schließlich doch noch, mich zu fesseln. Die Charaktere hat die Autorin wirklich toll ausgestaltet und sie schafft es mit Leichtigkeit Sympathien und Antipathien beim Leser zu wecken. Auch das Cover und der Schreibstil haben mir gut gefallen und somit bekommt das Buch vier gute Blue Wings von mir.


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